Nachhaltig gegen Hunger - contre la faim e. V.
Gemeinnütziger Verein mit Sitz in Göttingen

copyright Nachhaltig gegen Hunger - contre la faim e.V., letzte Aktualisierung, März 2018


PROJEKTE

Die Tätigkeit unseres Vereins konzentriert sich z.Zt. auf die Elfenbeinküste, wo wir über enge persönliche Kontakte zu Ivorern verfügen, die einen gleichnamigen Partnerverein gegründet haben und verlässlich bei der Identifizierung von Projekten und deren Durchführung helfen. Durch diese Partner, sowie durch die kontinuierliche persönliche Projekt-Begleitung während der Durchführung und Evaluierung erklären sich der vergleichsweise große Erfolg unserer Arbeit und der geringe Anteil der nicht direkt in die Projektarbeit fließenden Mittel.

Alle Projekte wurden nachweislich zielorientiert geplant und vor Ort erfolgreich umgesetzt. Unser Anspruch, den Menschen in Not nachhaltig gegen Hunger durch Aufbauprojekte, eigene Nahrungsbeschaffung und Bildung zu helfen, wird durch jedes unserer Projekt erfüllt.

Eine erfreuliche Anerkennung der Arbeit von NGH erfolgte im Januar 2018 durch die ivorische Regierung, als eine Vertreterin von NGH die hohe Ehre erfuhr,  zum Offizier des Nationalordens ernannt zu werden.

Wenn Sie mehr Informationen oder Details zu einzelnen Projekten wünschen - bitte lesen Sie weiter oder kontaktieren Sie uns. Wir freuen uns sehr über Ihr Interesse.


FRANÇAIS

Laufende Projekte (2017/18)

Abgeschlossene Projekte

Laufende Projekte (2017/2018)

Unterstützung der Dorfentwicklung

Alimatou
Fortbildung zur Reparatur der Pumpe des Dorfbrunnens

Bei den sehr zahlreichen Besuchen in verschiedenen Dörfern der Côte d’Ivoire wurde den Mitarbeitern von NGH-Abidjan und NGH-Göttingen deutlich, dass es hier oft für die Dorf-Entwicklung positiver Impulse bedarf. So wurden z.B. Defizite hinsichtlich der assoziativen Strukturen, der Hygiene und Abfallwirtschaft sowie der Kenntnisse im Gartenbau festgestellt. Ebenso fehlen grundlegende Kenntnisse in für das Dorf notwendige handwerkliche Fähigkeiten. Zur Behebung dieser Defizite werden zukünftig speziell auf die Dorfgemeinschaften zugeschnittene Fortbildungskurse von erfahrenen ivorischen Experten im Auftrag von NGH durchgeführt.


Alimatou
Demonstration der Notwendigkeit des Filterns von verschmutztem Wasser im Textilfilter



Eine Urkunde des Kurses „Expertise in Fragen der Verwaltung und Wartung des
Brunnens“ wird an die Teilnehmer ausgehändigt
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Schulbau in Tchécou

Das Dorf mit insgesamt 15.915 Einwohnern im Jahre 2017 befindet sich an der Grenze des tropischen Waldgürtels zur Feuchtsavanne. Die Siedlungsstruktur besteht aus einem dörflichen Kern, der von sehr vielen, häufig mehrere Kilometer entfernten Siedlungen umgeben wird.
Aufgrund eines Hilfsersuchens der Bevölkerung des Dorfes Tchécou (östliches Zentrum der Côte d’Ivoire, etwa 250 km entfernt von Abidjan) nahmen Vertreter von NGH-Abidjan und NGH-Göttingen im Januar 2018 die Örtlichkeit in Augenschein. Zielgruppe sind 6oo Schülerinnen und Schüler einer neu zu errichtenden und einer zu renovierenden  Grundschule im Dorf Tchécou. Das Projekt beinhaltet zudem den Bau einer Brunnenanlage, von Toiletten, einer Kantine, einer Maternelle, eines Spielplatzes und eines Gemüsegartens sowie die Installation einer Stromversorgung. 

Mithilfe von Grund- und Fortbildungsmaßnahmen durch geschulte Multiplikatoren soll die Dorfbevölkerung in einer nachhaltigen Entwicklung ihres Dorfes unterrichtet werden.

2.258 Kinder leben im Dorf Tchécou+umgebende Siedlungen. Von diesen befanden sich 2017 mehr als die Hälfte im schulpflichtigen Alter. Allerdings besuchten nur 480 Kinder die bereits bestehende, völlig überfüllte sechsklassige Dorfschule
Die vorgesehenen Schulbauten sind eine der wichtigen Grundvoraussetzungen für erfolgreiche Entwicklungsbemühungen. Das betrifft auch die Grund- und Fortbildung der gesamten Bevölkerung besonders im Bereich Hygiene, Umweltbewußtsein und Abfallbewirtschaftung sowie von assoziativen Strukturen. Tchécou liegt in einer benachteiligten  ländlichen Region in der Elfenbeinküste. Langfristig geht es darum, mit Bildung und Ausbildung, einerseits die Landflucht zu vermindern und andererseits die Wirtschaftlichkeit der Arbeit und damit das Einkommen der ländlichen Bevölkerung zu erhöhen. Weltweit durchgeführte Studien der FAO bereits aus den achtziger Jahren belegen, dass die Erträge von alphabetisierten Bauern um 30 % über denjenigen der nicht alphabetisierten liegen. 

Die Anträge an die wesentlichen Geldgeber auf Mittelgewährung (BMZ + Bingo-Umweltstiftung Niedersachsen) werden in der ersten Hälfte 2018 entschieden.



Bereits bestehender provisorischer Klassenraum in Tchécou

Überfüllter Raum 4. Klasse. Die maximal zulässige Belegung
von 50 Schülern pro Raum wird deutlich überschritten.
 


Typische Siedlung mit Kindern

Gebäude der bestehenden, aber zu kleinen Schule.
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Schulbau in Léléblé

In Léléblé wurden von NGH bereits im Jahre 2012 neun bereits bestehende Klassenräume renoviert sowie drei Klassenräume neu gebaut (s. „abgeschlossene Projekte“). Danach stellte sich jedoch heraus, dass der Zulauf zu den ab 2012 existierenden zwei Grundschulen mit je 6 Klassenräumen so stark war, dass trotz eines „gesetzeswidrigen“ Überschreitens der maximalen Schülerzahl von 50 Schüler pro Klasse die Dorfgemeinschaft weitere provisorische „Räume“ errichten musste, um der Nachfrage einigermaßen gerecht zu werden. Deshalb wird seit September 2017 der Bau von zwei weiteren Grundschulen mit 600 Kindern auf einem 4 km von den alten Schulen entfernten Gemeindegrundstück durchgeführt. Die dafür nötigen Finanzmittel ( € 260.000,-) wurden insbesondere durch öffentliche Geldgeber (BMZ und Niedersächsische BINGO-Umweltstiftung) und private Spenden aufgebracht. Der Abschluss der Arbeiten ist für den Mai 2018 zu erwarten.
Die provisorischen „Klassenzimmer“
 

Der Schulhof der 2011 von NGH gebauten Schule, die inzwischen der enorm gestiegenen Nachfrage nicht mehr genügt.


Einweihung  des neuen Schul- und Dorfbrunnens in Léléblé im Jahre 2017

Neue  Schulbauten in Léléblé hinter dem gärtnerisch gestalteten Schulhof.
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Unterstützung von Alimatou, dem Mädchen ohne Hände

Seit 2010 unterstützt NGH das Mädchen Alimatou aus der Elfenbeinküste. Diese wurde als Vierzehnjährige gegen ihren Willen mit einem 72jährigen Mann verheiratet, der sie eines Nachts im Schlaf mit einer Machete überfiel und am ganzen Körper verwundete. Hierbei verlor sie auch ihre beiden Hände.

Im Juli/August 2015 wurde Alimatou dank der Initiative von NGH-Mitgliedern in Göttingen am Institut für Neurorehabilitation Engeneering untersucht und bionische (also vom Hirn gesteuerte) Handprothesen wurden ausprobiert.

Während ihres Aufenthaltes in Göttingen konnte Alimatou mit Spendengeldern eine Nähmaschine und eine sogenannte Overlock-Maschine kaufen. Sie hat mit diesen Maschinen und mit Unterstützung der deutschen Botschaft Ende 2016 eine kleine Schneiderwerkstatt eröffnet, die sie zusammen mit Freunden betreibt.
Die seit Jahren von privaten Spendern geleistete Hilfe für Alimatou (u.a. Lebensunterhalt, Wohnung, Schule) wird weitergeführt. Sie fällt auf sehr fruchtbaren Boden. So ist Alimatou im Schuljahr 2016/2017 in die Troisième (=letzte Klasse der Mittelstufe ) versetzt worden, weil sie zweimal eine Klasse überspringen konnte. Am Ende des Schuljahres konnte sie erfolgreich die Mittlere-Reife-Prüfung (=BEPC) ablegen, um in die Oberstufe des Gymnasiums aufgenommen zu werden. Diese besucht sie seit dem Schuljahr 2017/18 und lernt Deutsch, das alternativ zu Spanisch die zweite vom Lehrplan vorgeschriebene Fremdsprache sein kann.

 


Alimatou in ihrem Laden

 


Alimatou auf dem Schulhof ihres Gymnasiums
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Förderung des Gemüsegartens, insbesondere des Maniokanbaus, und der Herstellung von Attiéké

Der Anbau von Maniok und dessen Verarbeitung zu Attiéké mithilfe von Maniokmühlen und Trocknungsgeräten dient in erster Linie zur Belieferung der Schulkantinen in Ando, Bac, Assindi und Léléblé, aber auch dem  Verkauf. Aus den Einnahmeüberschüssen sollen die anfallenden Folgekosten gedeckt  und die Versorgung der Schulkantinen mit weiteren Nahrungsmitteln ergänzt werden. Die für den Anbau erforderlichen Schulgärten wurden eingerichtet.

Dank der Unterstützung der deutschen Botschaft in Abidjan konnten in Bac, Assindi u. Léléblé Maniokmühlen installiert werden.


Herr Callegaro (Deutsche Botschaft- Abidjan) übergibt eine Maniokmühle der Dorfgemeinschaft. Diese ist einem Raum im Hintergrund untergebracht.
 

Die neue Maniokmühle (2018)

Der Gemüsegarten, der zur Schulung und zur Versogung  der Schulkantine dient.

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Kooperation mit dem „Centre Amigo“ und dem „Centre Zagal“

Im "Centre Amigo" werden Möbel für Schulen geschreinert, die von NGH gebaut werden. Das Centre ist ein von der katholischen Kirche geleitete Institution und besteht in der Elfenbeinküste seit Ende der neunziger Jahre. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Kindern und Jugendlichen aus schwierigen sozialen Situationen neue Lebenschancen zu eröffnen. Bisher haben etwa 400 Jugendliche hier eine gewisse Zeit zugebracht. Die meisten hatten vorher nie eine Schule besucht oder einen erheblichen Rückstand in ihrer schulischen Laufbahn. Im Centre werden sie alphabetisiert und in einem Handwerksberuf ausgebildet. Sie legen dann die sogenannte CAP-Prüfung ab, die in etwa der Gesellenprüfung entspricht. Dazu leistet unser Verein eine finanzielle Unterstützung.

Die Kooperation des „Centre Amigo“ mit NGH erstreckt sich vornehmlich auf Aufträge zum Bau von Möbeln (Bänke-Tische-Kombination, Wandschränke, Lehrerpulte, Ausstattung Lehrerzimmer u. Schulleiterbüro) für die von NGH gebauten Grundschulen. Dadurch gewinnen die Kinder und Jugendlichen praktische Erfahrung in den angestrebten Berufsfeldern.

2017 wurde von der katholischen Kirche in Abidjan das „Centre Zagal“ eröffnet. In diesem werden Mädchen in den Bereichen Küche, Haushaltsführung, Nutzung und Installation von Solarenergie ausgebildet.
 

Alphabetisierung im "Centre Zagal"
Ausbildung im "Centre Zagal"
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Abgeschlossene Projekte


Ausstattung eines Computerraumes in Léléblé

Die mit Hilfe einer Spende von Rotary Göttingen angeschafften robusten Computer wurden im September 2017 in dem diebstahlgesicherten Multimedia-Raum untergebracht und an die Schulen in Léléblé im Rahmen einer Feierlichkeit übergeben.


Der Computerraum in Léléblé. Die Einrichtung mit 10 Computern erfolgte mit Spenden des Rotary Clubs-Göttingen

Grundschüler werden mit der Arbeit an einem der 10 Computer der Grundschule in Léléblé vertraut gemacht. Computerunterricht soll laut Lehrplan bereits in der Grundschule unterrichtet werden. Doch ist dies meist bisher nur Theorie, v.a. in den peripheren ländlichen Räumen.
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Bau von jeweils einer Grundschule in Ando und Bac ( Zentrum, ca. 400 km nördlich von Abdijan)

Im September 2016 konnte NGH die für jeweils 300 Schülerinnen und Schüler geplanten Grundschulen (Gesamtkosten:
€ 380.000,-.) in den benachbarten Dörfern Ando und Bac übergeben. Die Finanzierung erfolgte durch private Spenden, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und die niedersächsische BINGO-Umweltstiftung.

Der Bau einer jeden Schule beinhaltet folgende Maßnahmen: 1 Tiefbrunnen mit handbetriebener Pumpe, 2 Schulgebäude mit je 6 Klassen und 1 Lehrerzimmer, 1 Gebäude mit 8 Toiletten, 1 Multimediagebäude mit Computerraum (Ausstattung 10 robuste Computer, 1 Fernsehgerät, 1 Stromgenerator), 1 Bibliothekraum mit Büchern, 1 Sportanlage (Fussball, Handball, Basketball), Spielplatz (Schaukel, Rutsche, Karussel) und 1 Gemüsegarten.

Die erforderlichen Lehrkräfte wurden mit Schulbeginn 2016/17 entsandt. Alle Folgekosten werden vom Erziehungsministerium der Elfenbeinküste getragen, wodurch u.a. auch die Nachhaltigkeit gewährleistet ist.

Ando

 


Einweihungsfeierlichkeiten in Ando Sept. 2016 unter Anwesenheit des Sous-Préfet und eines traditionellen Königs

Einweihungsfeierlichkeiten in Ando: Sous-Prefet, Dr. V. Jülich, Dr. A. Saavedra (beide NGH-Göttingen),´A. Detoh (NGH-Abidjan)
Grundschule Ando 2, erbaut von der NRO „NGH“ mit Unterstützung der deutschen Regierung und der Stiftung Bingo  


Einweihung der Grundschule – im Hintergrund ein Gebäude mit 3 Klassenräumen, im Vordergrund Spielgeräte + Abfalleimer

Neubau der Schulkantine mit 150 Plätzen
 


Der neue Computerraum erregt allgemeine Bewunderung

Die Kinder in ihren Schuluniformen warten sehr diszipliniert auf ihre erste Sportstunde auf dem neuen Sportplatz

Ein neuer Klassenraum mit Bänken und Wandtafel
 


Einweihungsfeierlichkeiten. In der Mitte von links: Préfet, Dr. A. Saavedra, A. Callegaro-Geschäftsträger der deutschen Botschaft in Abidjan

Die Kinder erwarten ihren ersten Schultag in den neuen Gebäuden
 


Ein Schulkind pflanzt einen Avocado-Baum – praktizierte Umweltbildung gehört zum Grundschulprogramm

Der neue Computerraum mit gefliestem Boden

Die handbetriebene Tiefbrunnen-Pumpe wird nicht nur von den Schulkindern, sondern auch von der gesamten Dorfgemeinschaft genutzt
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Erweiterungsprojekt in Assindi

Erweiterung und Einweihung Assindi; Übergabe im September 2016: Bau von 3 Räumen für Kindergarten + Vorschule (=maternelle) für 90 Kinder + Mobiliar + Lehrmaterial + Spielgeräte (Karoussel, Schaukel, Rutsche). 3 Lehrkräfte wurden 2016 entsandt. Ausstattung der Multimediagebäude mit 10 robusten Computern + 1 Fernsehgerät, + 1 Stromgenerator. Austattung einer Bibliothek + Mobiliar (Stühle/Bänke, Tische, Schränke, altersgerechte Bücher), Ausstattung des Lehrerzimmers
Die Festgäste werden von den staunenden Kindergarten-Kindern beobachtet
 


Dr. A. Saavedra durchschneidet das Band zur Vorschule, um danach dem Präfekten die Schlüssel zu übergeben.

Neue Bibliothek von Kindergarten/Vorschule mit altersgerechten Büchern
 


Das neu gebaute Lehrerzimmer

Übergabe von 10 robusten Computern + Mobiliar des Computerraumes; Lehrer wurden in Technik und Didaktik des Computerunterrichtes in der Grundschule ausgebildet.

Im Bibliotheksraum der Grundschule
 

Der Schulgarten
Planieren und Einrichtung des Schulgartens (Spaten, Macheten, Grabhacke, Schubkarren, Gießkanne), der unterrichtspraktischen Zwecken und der Versorgung der Schulkantine dient. Stall zur Kleintierhaltung (Hühner, Kaninchen).

Ein neu gepflanzter Avocado-Baum wird gegossen
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Schulbau und Renovierung in Assindi (2015)

Im Jahre 2015 konnte NGH zwei neu gebaute sechsklassige Grundschulen an das ivorische Erziehungsministerium übergeben (€ 262.000,-).Mit Mitteln der BINGO-Umweltstiftung konnten diese Schulen um einen Kindergarten mit Vorschule (Maternelle) mit 3 Räumen für 90 Kinder erweitert und mit der notwendigen Infrastruktur (Mobiliar + Lehrmaterial + Spielgeräte + Karussel, Schaukel, Rutsche) ausgestattet werden. 3 Lehrkräfte wurden 2016 entsandt. Durch eine großzügige Spende des Rotary-Clubs Göttingen-Süd in Höhe von € 21.000,- konnte zudem das von NGH gebaute Multimediagebäude mit 10 robusten Computern + 1 Fernsehgerät, + 1 Stromgenerator + Bibliothek + Mobiliar (Stühle/Bänke, Tische, Schränke, altersgerechte Bücher) ausgestattet werden. Die Übergabe an das Erziehungsministerium erfolgte in einer bewegenden Feier im September 2016.

 

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Bau eines Kindergartens in Guiendé (2015)



Im September 2015 konnte ein Kindergarten (90 Plätze in 3 Räumen) in Guiendé (380 km nordöstlich von Abidjan) von NGH an das ivorische Erziehungsministerium übergeben werden. Die Finanzierung erfolgte durch an NGH übergebene Privatspenden. Im Vordergrund Dr. F. Bruns (NGH-Göttingen) in Häuptlingstracht.








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Bau einer Schulkantine in Adiaké (2015)

Ebenfalls im September 2015 wurde die von NGH gebaute Schulkantine von Adiaké (100 km östlich von Abidjan) dem Erziehungsministerium übergeben. Die Kantine ist ausgelegt für 300 Mittagessen in zweimaligem Turnus. Sie wird durch das Ministerium zuverlässig beliefert und wurde mit Mitteln der Bingo-Umweltstiftung Niedersachsen finanziert.

 

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Unterstützung von kleinen Blumenzüchtern.

Besprechung mit der Blumen-Kooperative

Blumengebinde

Ab 2011 unterstützte NGH den Zusammenschluss kleiner Blumenzüchter „Bin Cadi“ in der Nähe der Kleinstadt Azaguié (40 km nördlich von Abidjan) durch technische sowie organisatorische Beratung und Schulung wie auch finanzielle Hilfen. Dadurch gelang es dem Zusammenschluss den rechtlichen Status einer Erzeuger- und Absatzgenossenschaft zu erlangen.

Die Vermarktung der Produkte erfolgt nun nicht mehr nur international (wie zunächst geplant), sondern vornehmlich auf dem Markt der Millionenstadt Abdijan, wo, durch das zunehmende Wachstum einer Mittelschicht, die Nachfrage steigt.
Inzwischen steht die Kooperative zuverlässig auf eigenen Füßen, so dass sich eine weitere Unterstützung durch NGH erübrigt.

Das Projekt wurde neben den Spenden privater Unterstützer insbesondere durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung gefördert.

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Bau und Erweiterung der Schulen in Léléblé(ca. 200 km nordwestlich von Abidjan)

In dem Dorf Léléblé mit 10.000 Einwohnern wurde von NGH bereits im Jahre 2011 ein Schulbauprojekt durchgeführt (siehe oben). Inzwischen hat sich jedoch herausgestellt, dass die hier bereits bestehende schulische Infrastruktur nicht mehr der deutlich gewachsenen Nachfrage nach Schulplätzen entspricht. Deshalb wird seit Mitte 2017 der Bau von zwei weiteren Grundschulen auf einem 2 km von den alten Schulstandort entfernten Gemeindegrundstück durchgeführt. Dort funktionierte bereits eine provisorische Schule mit Plastikfolien als Regenschutz. Die nötigen Finanzmittel für die Schulerweiterung (€ 260.000,-) wurden insbesondere durch öffentliche Geldgeber (BMZ u. Niedersächsische BINGO-Umweltstiftung) und private Spenden aufgebracht.

Das Projekt sah folgende Maßnahmen vor:

  • Wiederherstellung und Einrichtung von 9 Klassenräumen
  • Neubau eines Direktorenbüros und eines Lehrerzimmers
  • Neubau einer Kantine
  • Neubau von 9 Toiletten
  • Renovierung der Wasserversorgung (Brunnen)
  • Neubau von 6 angemessenen Lehrerwohnungen

Die Schule wird von derzeit 700 Jungen und Mädchen besucht.

NGH hatte mit dem Dorfbürgermeister einen Vertrag abgeschlossen, in dem die Bewohner sich zur tätigen und sächlichen Mithilfe (bis 20 % der Kosten) verpflichten. Die geplanten Bauarbeiten waren mit der Provinz- und Schulverwaltung abgesprochen.

Die Projektkosten erreichten 144.820 €. An der Finanzierung des Projektes beteiligten sich zahlreiche private Spender, die Bingo-Umweltstiftung Niedersachsen (40.000 €) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (75.000 €). Mit den Baumaßnahmen wurde unter tätiger Mithilfe der Dorfbevölkerung und unter Begleitung von Mitgliedern des ivorischen Partnervereins NGH-Abidjan im Jahre 2011 begonnen. Im Jahre 2012 konnte NGH die Schule im Rahmen von Einweihungsfeierlichkeiten und in Anwesenheit zahlreicher Persönlichkeiten an das Erziehungsministerium übergeben.


Schule in Léléblé


Schule in Léléblé
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Schulbau und Renovierung in Bayaokro (2008 - 2009)

Das 5.000 Einwohner zählende Dorf Bayaokro befindet sich im Zentrum der Elfenbeinküste, etwa 100 km westlich der Stadt Bouaké. Durch den Bürgerkrieg der Jahre 2003/2004 wurden quasi sämtliche Infrastruktureinrichtungen dieses Dorfes zerstört, darunter auch die bestehende Grundschule für 500 Kinder.

Nach Bewilligung von Mitteln durch die Niedersächsische Lottostiftung Bingo Umweltstiftung und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) konnte Ende August 2008 die dringende Wiederherstellung und Erweiterung der Schule begonnen und im April 2009 in einem Festakt unter Anwesenheit zahlreicher Persönlichkeiten der ivorischen Politik von NGH der Dorfbevölkerung und dem Erziehungsministerium übergeben werden.

Schule in Bayaokro

Schule in Bayaokro
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Regelmäßige Verschiffung von Hilfsgütern (2006 - 2010)

In Zusammenarbeit mit dem Verein «Arbeit und Dritte Welt« in Hildesheim konnte NGH im Verlauf der vergangenen Jahre ausgewählte Hilfsgüter in die Elfenbeinküste verschiffen und dort an bedürftige Personen und Institutionen verteilen. Hierbei sind u. A. Rollstühle für Krankenhäuser, Nähmaschinen und Werkzeuge für berufsbildende Schulen sowie Materialien für Schuhmacherwerkstätten hervorzuheben.

Rollstühle

Werkbänke Schuhmacher Nämachinenübergabe TOP

Maniokmühle (2004 - 2006)

Einer Gruppe von Frauen konnten zwei von «Arbeit und Dritte Welt» konzipierte und produzierte Maniokmühlen übergeben werden. Mit diesen konnten die selbst angebauten Maniokwurzeln zu dem landestypischen «Attieké» (einem Griesbrei ähnlich) verarbeitet und erfolgreich vermarktet werden. Damit gelang den Frauen der Schritt von der Subsistenz- zur Marktwirtschaft.

Maniokmühle
Dr. Bruns (NGH) bei der Übergabe der Maniokmühle
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Schulbau und Renovierung in Thomasset (2004 - 2006)

Schule in Thomasset

Mit Mitteln der Stiftung der Niedersächsischen Lottostiftung «BINGO», der «BONITA-Stiftung» und von Schülerinnen und Schülern des Max-Planck-Gymnasiums/Göttingen sowie vieler Einzelspenden konnte in nur 3 Monaten Bauzeit die Grundschule des Dorfes Thomasset (Nähe Azaguié) renoviert und erweitert werden. Die feierliche Übergabe der für 350 Schülerinnen und Schüler bestimmten Klassenräume erfolgte im Frühjahr 2007 in Anwesenheit des deutschen Botschafters und der Geschäftsführerin von NGH, Frau Dr. Saavedra.

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Anlage zur Produktion von Futtermittel (2004 - 2011)

Futtermittelanlage

Auf dem Gelände der Universität Abobo-Adjamé (Abidjan) wurde von NGH eine Mahl- und Mischanlage zur Herstellung von Tierfutter errichtet. Einige Wissenschaftler der Universität experimentierten an der Formulierung der preisgünstigsten und hochwertigsten Lösung für Fisch-, Schweine- und Rinderfutter. Sie kooperierten dabei teilweise mit der örtlichen Hilfsorganisation «Amigo».

Die erfolgreich angelaufene Produktion sowie der Vertrieb des Futters erfolgte über ein eigenständiges Dienstleistungsunternehmen. Leider musste dieses Projekt Mitte 2011 aufgegeben werden, da die Mahl- und Mischanlage als Folge der Wirren nach der umstrittenen Präsidentschaftswahlen des Oktobers 2010 teilweise demontiert und zerstört wurde.

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Fischzucht (2003-2011)

In Kooperation mit Wissenschaftlern der Universität Abobo-Adjamé gelang es NGH, in der Einrichtung zur Integration von Strassenkindern «Centre Abel» ein Projekt zu initiieren, in dem diese Kinder die Aufzucht und Vermarktung von Fischen lernen, um so in der Folgezeit eine eigenverantwortliche Existenz gründen zu können. Dieses Projekt schließt sich an ein ähnliches Projekt an, das von NGH in Azaguié (40 km nördlich von Abidjan) für Flüchtlinge des Bürgerkriegs von 2002-2009 erfolgreich umgesetzt wurde.

Jugendliche bei der Fischzucht TOP

Die Kooperation mit der Universität Abobo-Adjamé, Abidjan (2003 - 2011)

Chemie-Laboratorium

Abfallwirtschaftsseminar

Seit dem Jahre 2002 kooperiert NGH eng mit der Universität Abobo-Adjamé. Aus den engen Kontakten erwuchsen zahlreiche Projektideen, von denen an dieser Stelle nur die folgenden genannt seien:

  • Sendung von ausgedienten, aber voll funktionsfähigen wissenschaftlichen und medizinischen Geräten, die NGH von der Universität Göttingen überlassen wurden. Im Verlaufe von mehreren Jahren konnten mit tatkräftiger Hilfe zahlreicher Institutionen und Personen aus Göttingen (Berufsschulen, Polizei, Feuerwehr, Logistikunternehmen, Kliniken der Universität Göttingen) insgesamt sechs vierzig Fuß große Container gepackt und nach Abidjan verschifft werden. Unter anderem konnten im Juli 2007 wichtige Instrumente im Werte von 250.000 Euro aus der vor dem Abriss stehenden Rechtsmedizin der Universität Göttingen vor der Zerstörung gerettet werden. Unter den versandten Gerätschaften befanden sich beispielsweise Abzugshauben und Kühlräume für Chemie-Laboratorien sowie Zahnarztstühle.
  • Organisation und Durchführung eines internationalen Seminars zur Abfallwirtschaft an der Universität Abobo-Adjamé im Mai 2008, an dem neben Wissenschaftlern aus verschiedenen westafrikanischen Ländern auch Wissenschaftler aus Deutschland, Belgien und Frankreich vertreten waren. Ziel des Seminars war es, ein Curriculum für einen Studiengang Abfallwirtschaft zu erstellen, der zentral für das gesamte Westafrika an der Universität Abobo-Adjamé geplant ist.
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Flüchtlingshilfe nach Bürgerkrieg (2003 - 2006)

Der von 2003 bis 2004 tobende Bürgerkrieg hat zur Zerstörung von Teilen der Infrastruktur der Elfenbeinküste und zu vielen vor dem Krieg und seinen Folgen flüchtenden Menschen geführt. NGH hat zur Aufnahme von 100 Flüchtlingen nahe der Stadt Azaguié (40 km nördlich von Abidjan) eine verlassene Landarbeitersiedlung angemietet und wieder instandgesetzt und den Flüchtlingen eine zeitweise Beschäftigung auf einer benachbarten Plantage beschaffen können. Diese von Anfang zeitlich beschränkte Maßnahme ist mit der inzwischen erfolgten Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Heimatdörfer abgeschlossen.

Flüchtlingslager TOP

Unterstützung eines Rinderhaltungsbetriebes (ab 2001)

Rinder

Rinderbesamung

Die Anfänge dieses Projektes gehen bereits auf das Jahr 2001 zurück als mit der Unterstützung des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums (verantwortlich Min.Rat Dr. F. Bruns) mit der teilweisen Umstrukturierung eines Rinderbetriebes in einen auf Milcherzeugung orientierten Betrieb begonnen wurde. Über NGH wurde die künstliche Besamung der lokalen Rasse N'dama mit aus Deutschland bezogenen Angler-Sperma erfolgreich vorangetrieben. Leider musste das Projekt unterbrochen werden, da der Betrieb in einem Landesteil liegt, der 2003 besonders stark von den Unruhen eines Bürgerkrieges betroffen war.

Inzwischen konnten die Arbeiten jedoch wieder fortgesetzt und für die nun herangewachsenen F1-Tiere mit Hilfe von NGH eine aus Deutschland importierte Melkanlage aufgebaut werden. Zudem konnte die Verwaltung und Kommerzialisierung der Milch computergestützt organisiert werden.

Das Projekt hat Modellcharakter, da es infolge der äußerst geringen Milchleistung der lokalen Rinderrassen bisher kaum Milchbetriebe an der Elfenbeinküste gibt.

Durch die Erhöhung der Milchproduktion von nur 2 auf 8 Litern pro Tag verspricht sich NGH bei erfolgreicher Verbreitung des Modells einen positiven Einfluss auf die defizitäre Versorgung der Kinder mit Proteinen.

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